Mieten anstelle von Kaufen. Der nächste Trend im Einzelhandel?

Mieten anstelle von Kaufen wird auch dank eines steigenende Bewusstsein für Circular Economy immer mehr zum Trend für Verbraucher.

Kunden möchten lieber mieten, anstelle Gegenstände neu zu kaufen und Unternehmen unterstützen diesen Trend. Viele bauen ihre CSR-Strategien darauf auf und versuchen aktiv den Lebenszyklus von Gegenständen zu verlängern und somit Umweltverschmutzungen einzuschränken, insbesondere in der Modeindustrie.

Lassen Sie uns einen genauer auf diese neue Art des Einkaufens, die im Omnichannel-Handel immer mehr an Bedeutung gewinnt schauen.

Welche Kaufwege gibt es für Omnichannel-Kunden, die Artikel mieten möchten?

Mit einem neuen Verbraucherverhalten kommen neue Omnichannel-Einkaufserlebnisse! Der Vorteil der Vermietung liegt darin, dass sie in vielen Tätigkeitsbereichen eingesetzt werden kann.

Im Heimwerkerbereich ist es zum Beispiel einfacher und kostengünstiger, einen Winkelschleifer für den gelegentlichen Gebrauch zu mieten als einen neuen zu kaufen. Ein weiteres Beispiel ist die Initiative von Atelier Bocage, die es den Verbrauchern ermöglicht, Schuhe zu mieten statt zu kaufen und so ihre Garderobe entsprechend den Jahreszeiten zu erneuern. Babykleidung ist eine weitere Nische, in der das Mieten sehr vorteilhaft sein kann, da Eltern die Garderobe ihres Kindes ständig erneuern müssen, weil Babys sehr schnell wachsen. Es gibt viele Beispiele für den Omnichannel-Einzelhandel, die wir hier aufzälen könnten, denn der Trend ist relevant, nachhaltig und für viele Branchen geeignet, sowohl BtoC als auch BtoB.

Das Model des Leihens ist in vielen Bereichen dem „Abonnement“-Modell sehr ähnlich. Nehmen wir nochmal das  Beispiel von Atelier Bocage: Die Schuhe werden zwar gemietet und am Ende des Mietzeitraums zurückgegeben, aber um den Prozess zu erleichtern, schließen die Kunden ein Abonnement für einen variablen Zeitraum ab. In einem solchen Kontext muss der Kunde die folgenden Schritte ausführen:

  • Kunden legen ein Profil an und teilen zuerst Informationen über ihre Größe, die Art der gesuchten Artikel und ihre Vorlieben an (um personalisierte Vorschläge zu erhalten). Der Kunde die Anzahl kann die Anzahle der Artikel wählen, die pro Monat gemietet werden sollen
  • Die Daten Mietzeitraum (1 Monat, 1 Quartal, 1 Jahr) werden durch den Kunden gewählt und der Händler  stafffelt die Preise je länger die Mietdauer, desto niedriger sind die Abonnementpreis.
  • Der Kunde wählt die gewünschte Lieferart aus den verfügbaren Optionen aus: Lieferung nach Hause, Abholung, Lieferung in ein Geschäft
  • Am Ende des Mietzeitraumes werden die Artikel einfach zurückgeschickt. In der Regel erleichtert der Händler den Rückgabeprozess, indem er entweder das Rückgabeetikett in den Versand der Artikel integriert oder die Rückgabe im Geschäft ermöglicht

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Einzelhändler das Miet-/Abonnementangebot ergänzen, indem sie ihren Kunden die Möglichkeit geben, die Produkte zu einem niedrigeren Preis zu kaufen als dem, der normalerweise für den Artikel angezeigt wird.

Omnichannel-Einzelhändler betreten einZeitalter, in dem sie Dienstleistungen rund um ihr ursprüngliches Angebot anbieten müssen. Über die Marketingstrategie hinaus ist es entscheidend, dass sie vorhersehen, wie diese gemieteten Waren in ihr Gesamtangebot integriert werden. Gemietete Artikel können z.B. in einen Second-Hand-Verkaufskanal integriert werden. OneStock ist der führende OMS-Anbieter für die Circular Economy und hat sich zum Ziel gesetzt, Einzelhändler bei diesem zukunftsweisenden Prozess zu unterstützen.

Aurélie Abert – Head of Customer Success, OneStock

Was sind die Vorteile für Einzelhändler und Omnichannel-Kunden bei der Anmietung?

Das Mieten ist eine Konsumform, die von den Käufern besonders geschätzt wird. Auch für die Einzelhändler hat sie viele Vorteile. Schauen wir uns einige davon gemeinsam an!

Vorteile für Omnichannel-Kunden

  • Budgetkontrolle: Mit der Abonnementmiete weiß der Omnichannel-Käufer genau, wie viel Budget er einrechnen muss, um die Anzahl der benötigtenArtikeln zu kaufen. Dies ermöglicht eine deutlich größere Budgettransparenz  im Gegensatz zum Kauf von neuen Artikeln.
  • Erneuerung der Garderobe: Auch hier gilt, dass die Kunden nicht nur ihr Budget kontrollieren, sondern auch sicher sein können, jeden Monat neue Artikel zu erhalten, die ihrem Geschmack, ihren Vorlieben, den Trends und der Saison entsprechen (Sandalen im Sommer, Stiefel im Winter).
  • Zugang zu exklusiven Gegenständen: Es gibt inzwischen zahlreiche Websites, die den Verleih von Luxusartikeln anbieten. Ein Designerkleid für eine Party mieten, eine Luxustasche für den Urlaub, all das ist jetzt zur Freude der Fashionistas möglich!!!

Vorteile für Omnichannel-Einzelhändler

  • Modernisierung des Markenimages: Durch die Einführung von mietähnlichen Konsummodellen und die Maximierung der Kommunikation rund um diese Modelle vermittelt der Omnichannel-Einzelhändler ein modernes Markenimage, das auf die aktuellen Anliegen der Käufer abgestimmt ist
  • Neukunden Gewinnung: Das Mietmodell ermöglicht es neue Kunden anzusprechen und zu gewinnen! Denn nur weil der Kunde heute keine Bohrmaschine braucht, heißt das nicht, dass er sie nie brauchen wird! In der Modebranche werden Modebegeisterte, die neue Produkte zu einem geringeren Preis haben wollen, wahrscheinlich in Versuchung kommen.
  • Optimierung der Gewinnspannen: Dieser letzte Punkt hängt davon ab, wie oft die Artikel vermietet werden. Je häufiger ein Artikel vermietet wird, desto höher ist die Gewinnspanne. Nehmen wir das Beispiel einer Bohrmaschine: Wenn der Anschaffungswert der Maschine 150 € beträgt und sie 10 Mal pro Monat zu einem Preis von 30 € pro Tag vermietet wird, wird die Formel schnell interessant!

Order Management System: Warum ist es eine unverzichtbare Lösung für alle Einzelhändler mit nachhaltigen Initiativen?

In diesem Zusammenhang hilft das Order Management System (OMS) den Einzelhändlern, zuverlässige Informationen mit ihren Käufern zu teilen und ihnen eine Vielzahl von Omnichannel-Diensten anzubieten.

Hier spielt das OMS die Rolle des zentralen Akteurs: Es zeigt an, wo sich der Bestand befindet, und bestimmt auch den besten Lagerort, um den Mietkunden zu erreichen. Aus der Sicht der Auftragsverwaltung ist es möglich, noch weiter zu gehen und einen zirkulären Ansatz zu verstärken, indem Regeln definiert werden, die die Vermietung von bereits benutzten Artikeln begünstigen. Wenn diese nicht verfügbar sind, greift das OMS auf den Bestand an neuen Artikeln zurück, um die Vermietung zu bedienen.

Das Lieferversprechen spielt eine Schlüsselrolle bei der Anzeige verfügbarer Miettermine und der Synchronisierung neuer Slots, sobald ein gemieteter Artikel zurückgegeben wird.

Was schließlich die Dienstleistungen betrifft, so wird das Order Management System den Kunden die gleichen Dienste anbieten, die auch von der Marke selbst angeboten werden: Lieferung nach Hause, Click & Collect usw. Man kann sich sogar Reserve & Collect für Schuhprodukte vorstellen, bei denen der Kunde seine Größe durch Anprobe im Geschäft bestätigen kann, bevor er das Paar seiner Wahl ausleiht. Auch Rücksendungen können über das OMS in Selbstbedienung abgewickelt werden.

Einer der Höhepunkte dieses Miettrends ist, dass er auch als Quelle für Second-Hand-Plattformen dient. Dies zeigt, dass sich die verschiedenen Aspekte der Kreislaufwirtschaft selbst tragen.

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